Punta Catirina

1127m

Wanderstrecke: 9,2km

Wanderzeit: 3:45 Stunden

 

Im Nordosten Sardiniens erhebt sich das Massiv des Monte Albio. Es besteht aus einer weitflächigen Hochebene und mehreren Berggipfeln. Im südlichen Gebiet befinden sich unter anderem der 1127m hohe Gipfel Punta Catirina.
Auf dem Hochplateau des Monte Albio angekommen, sehen sich die Besucher in einer anderen Welt. Während im Tal alles grün ist, findet man auf der Hochebene eine spärlich bewachsene Karstlandschaft vor. Die Punta Catarina selbst bietet ein herrliches und unverbautes Panorama.
Die Bergtour auf die Punta Catirina ist keine Genusswanderung. Die Route ist von Beginn an steil. Felsige Passagen benötigen etwas Orientierungssinn, weil Steinhaufen nicht sofort zu erkennen sind. Streckenabschnitte mit grobem Schotter gestalten das Wandern unangenehm. 550 Höhenmeter strapazieren die Beinmuskulatur.


Straßenkarte

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Wanderkarte

GPS-Track

Parkplatz / Startpunkt der Wanderung: 40°29'40"N  09°32'07"E
 

Von Westen kommend ist der südliche Außenposten des Monte Albio bereits von Weitem zu sehen. Zum Ausgangpunkt der Bergtour gelangen die Besucher über die Landstraße SP3. Diese Straße führt von der Ortschaft Lula nach Nordosten.
7km nordöstlich von Lula kann man sein Auto an der Koordinate 40°29'40"N und 09°32'07"E an einer Forststraße, die von der SP3 nach Norden abzweigt, abstellen. Da es nur Platz für zwei Autos gibt, kann man weitere Fahrzeuge am Rand der Forststraße abstellen.
Wer die Bergtour umgekehrt als in diesem Kapitel beschrieben durchführt, kann auch einen Abstellplatz an der SP3 700m weiter westlich an der Position 40°29'24"N und 09°31'47"E benutzen.

Bild 1: Punta Catirina
 

 

Nur 20m vom Abstellplatz an der Straße SP3 entfernt, zweigt an deren Südseite ein Trampelpfad ab. Beim Überqueren der Straße muss man auf den Verkehr achten. Bereits zu Beginn geht es steil bergauf. Der Trampelpfad führt über den Nordhang des Monte Albio. Das Terrain ist durchsetzt mit einem dichten Wald. Der dichte Pflanzenwuchs lässt nur selten eine Fernsicht zu.

 

Bild 2:
im Nordhang des Monte Albio

 

Bild 3: ein seltener Ausblick nach Norden
 

Weitläufige Kehren entschärfen die Steilheit des Hangs. Der Untergrund ist mit Steinen durchsetzt und ab und zu auch geröllhaltig. Die Steine sorgen für Stolpergefahr und das Geröll bergab für Rutschgefahr. Je höher die Wanderer gelangen, umso deutlicher zeigen sich die kahlen Felskuppen an der Nordseite des Monte Albio. Die Punta Catirina ist allerdings noch nicht zu sehen.


 

Bild 4:
ein Vorgipfel der Punta Catirina

Die Strecke ist mit blassen rot-weißen Farbmarkierungen versehen. Im Hang kommen die Besucher an zwei Wegverzweigungen vorbei. Hier muss jeweils die Abzweigung nach links genommen werden. Nach 1,8km haben die Wanderer den oberen Nordrand des Monte Albio und eine Höhe von 980m erreicht. Die steilsten Passagen sind nun hinterlegt.

 

 

Bild 5:
der obere Nordrand

 

Bild 6: die Aussicht am oberen Nordrand des Monte Albio
 

Am oberen Nordrand des Monte Albio angekommen, erkennt man, dass das Massiv aus einer weitläufigen und welligen Hochebene besteht. Einzelne Kuppen erheben sich aus dieser Hochebene und bilden die Gipfel des Monte Albio. Eine dieser Kulminationspunkte ist die Punta Catirina. Das Plateau ist nur spärlich bewachsen. Verkarstete Felsen dominieren die Landschaft.


 

Bild 7:
die Landschaft auf dem Monte Albio


Die Punta Catirina befindet sich im Süden des Monte Albio. Dort erhebt sie sich in einer Reihe von felsigen Hügeln. Auf der Hochebene leiten nun überwiegend Steinhaufen in Richtung Punta Catirina. Die Haufen erkennt man in der steinigen Landschaft aber nicht immer sofort. Als Orientierungspunkt kann auch der Kegel der Punta Catirina dienen.
 

Bild 8: die Punta Catirina im Süden
 

Auf dem Weg zur Punta Catirina ist nicht immer ein Trampelpfad zu erkennen. Sollten die Wanderer die Trittspuren vermissen, können sie ohne Probleme auch querfeldein gehen. Der spärliche Pflanzenwuchs erlaubt ein Springen von einer Felsplatte zur nächsten. Das Ziel der Bergtour wird an dessen Ostseite erwandert. An dieser Seite befindet sich der niedrigste Bergsattel für einen Aufstieg.


 

Bild 9:
Punta Catirina (1127m)

Der Aufstieg auf den ostseitigen Bergsattel der Punta Catirina erfolgt über eine steile Rinne. Leider ist diese Rinne übersät mit großen Schottersteinen. Das erschwert den Aufstieg erheblich. Stabiles Schuhwerk ist in diesem Streckenabschnitt ratsam. Mit leichtem Schuhwerk kann man eher umknicken. Auf dem Bergsattel angekommen, folgt man den Trittspuren und Steinhaufen weiterhin bergauf nach Westen.

 

Bild 10:
Aufstieg über ein Geröllfeld

 

Bild 11: der letzte Anstieg
 

Der finale Aufstieg erfolgt wieder über steiles Terrain. Auch in diesem Streckenabschnitt sind die Steinhaufen nicht immer sofort zu erkennen. Den Gipfel vor Augen kann man aber auch auf direktem Weg aufsteigen. Nach insgesamt 1½ Stunden sind 3,3km hinterlegt und man steht auf der 1127m hohen Punta Catirina. Ein großer Steinhaufen und ein Kreuz aus Ästen markieren an der Koordinate 40°28'51"N und 09°31'57"E den Kulminationspunkt.

 

Bild 12:
am Gipfel der Punta Catirina


Die Punta Catirina ist eine ausgezeichnete Aussichtswarte. Das gesamte Massiv des Monte Albio kann überblickt werden. An vielen Stellen ragen Puntas jenseits der Höhenlinie von 1000m aus der Hochebene heraus.
 

Bild 13: die Aussicht im Norden
 

Bild 14: das Panorama im Westen
 

Der Abstieg erfolgt über die gleiche Route wie der finale Aufstieg. Man muss zunächst nach Osten wieder zum Bergsattel absteigen. Bergab sind die Steinhaufen seltsamerweise besser zu erkennen. Danach folgt man den Steinhaufen nach Süden.

 

 

 

Bild 15:
Punta Catirina (1127m)

Ab dem Bergsattel geht es weiterhin steil bergab. Der Steig leitet über die Südflanke des Monte Albio. Diese ist durchsetzt mit grobem Schotter. Dadurch gestaltet sich der Abstieg nicht gerade gehfreundlich. Die Punta Catirina mutiert allmählich zu einem der vielen Hügeln auf dem Massiv des Monte Albio. Je tiefer die Tourengeher gelangen, um so dichter wird das umgebende Buschwerk.

 

Bild 16:
die Südflanke des Monte Albio

 

Bild 17: ein richtungsweisender Steinhaufen
 

Bild 18: Abstieg über grobem Schotter
 

Nach insgesamt 5km macht der Steig an der Position 40°28'11"N und 09°32'20"E einen Richtungswechsel von Nord-Süd nach Ost-West. Für eine kurze Distanz von weniger als einen Kilometer führt der Trampelpfad über ein fast ebenes Gelände. Der Baumbestand verändert sich zu einem Wald. mit Erreichen eines Holzgatters fällt das Terrain wieder steil ab. Nun folgen die letzten 700m Abstieg.


 

Bild 19:
die Südflanke des Monte Albio

 

Bild 20: eine felsige Szene während des Abstiegs
 

Bild 21: die Südflanke des Monte Albio
 

Während des Abstiegs in westliche Richtung wird die Südseite des Monte Albio umwandert. Dabei ist der Gipfel der Punta Catirina wieder zu sehen. In den felsigen Passagen sehen Botaniker die Widerstandfähigkeit von Pflanzen. Im Frühjahr wachsen aus vielen Ritzen Pflanzen, die aber wahrscheinlich die Trockenheit des Sommers nicht überleben werden.


 

Bild 22:
Punta Catirina (1127m)

 

Bild 23: Überlebenskünstler im Fels
 

Nach insgesamt 6,5km endet der Abstieg an der Position 40°28'28"N und 09°31'29"E an einer asphaltierten Straße. Dieser Nebenstraße folgen die Wanderer für 2km nach Norden. Der Fahrweg wird nur selten benutzt und stellt keine Gefahr dar. Während meiner Anwesenheit begegnete ich lediglich einem Auto. Auf diesem Streckenabschnitt richtet sich der Blick gegen die westseitigen Klippen des Monte Albio.

 

Bild 24:
Klippen des Monte Albio

Die Nebenstraße mündet in die Landstraße SP3. Hier könnte man ebenfalls Autos abstellen und die Bergtour beginnen. Für den weiteren Rückweg gibt es keine andere Strecke als die Straße SP3. Für die letzten 700m muss man daher auf den Verkehr achten! Mit Blick auf die Punta Turrudo erreichen die Wanderer nach insgesamt 9,2km und 3¾ Stunden wieder den abgestellten Wagen an der SP3.
 

Bild 25:
Punta Turrudo (1127m)

 

 zur Website www.antonflegar.de

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