Ruitelspitze2580mWildebnerspitze2295m
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Gebirge: Lechtaler Alpen Ausgangsort: Bach / Tirol Wanderzeit: 8:45 Stunden Wanderstrecke: 15,5km
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Die Besteigung der 2580m hohen Ruitelspitze ermöglicht die Erstürmung
von zwei Gipfeln. In unmittelbarer Nähe und auf dem Weg zur Ruitelspitze
liegend, kann auch die 2295m hohe Wildebnerspitze bezwungen werden. Beide
Gipfel befinden sich in den mittleren Lechtaler Alpen. Der Ausgangsort
der Bergtour ist die Ortschaft Bach im Lechtal. |
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Bild 1: die beiden Ruitelspitzen (2580m) |
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Die Wanderkarte können Sie bei KOMPASS erwerben. |
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Die Bergwanderung beginnt in der tirolischen Ortschaft Bach im Lechtal. Im Süden von Bach können Besucher ihr Fahrzeug auf einem Parkplatz an der Straße "Oberbach" abstellen. Die Tour beginnt jedoch am östlichen Ortsrand von Bach. Dort verweist ein Schild zur Ruitelspitze. In Bach ist vom Tourenziel nichts zu sehen. Dafür wird aber im Norden eine herrliche Schau auf die Gipfel der Allgäuer Alpen angeboten.
Bild 4: |
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Solange sich die Wanderer in der nahen Umgebung von Bach und auf einem Hauptweg nach Osten bewegen, ist das Gelände relativ flach. Nach 500m verlässt man den Hauptweg, der parallel zur Lech angelegt ist, und folgt einer Forststraße nach Süden in einen Nadelwald. Das Terrain steigt nun an. Lücken im Baumbestand gestatten ab und zu einen freien Blick nach Norden und auf die Ortschaft Bach.
Bild 5: |
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Ab dem Wasserfall folgte ich der Forststraße nach Süden. Eine Abzweigung von der Forststraße war mir zu steil, weshalb ich einen Umweg über die weniger steile Schotterpiste vorzog. Nach insgesamt 2km verließ ich die Forststraße. Mit einem spitzen Richtungswechsel nach Nordosten folgte ich einem Wanderweg. Bei Kilometerstand 2,6 wendete sich die Route wieder dem Süden zu. Der Wald lockert auf und die ersten Almwiesen werden überquert.
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Bild 7: Hütten auf den Almwiesen |
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Bild 8: Almhütten mit unverbaubarer Aussicht |
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Die Route zur Ruitelspitze verläuft nicht geradlinig auf das Tagesziel zu. Die Strecke verläuft in kleinen und großen Bögen. Auf den Almwiesen ist der Trampelpfad manchmal kaum zu erkennen. Die Passagen über die Wiesen geben im Westen den Blick zu den Sonnenkogeln frei. Der 2204m hohe Vordere Sonnenkogel lässt sich nicht unbedingt einfach erwandern.
Bild 9: |
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Mit Erreichen der Höhenlinie von ungefähr 1900m geht der Baumbestand rapide zurück. Nun wird auch der Blick nach Süden zur Wildebnerspitze frei. Die Ruitelspitze erhebt sich dahinter. Die Wildebnerspitze wird nicht auf direktem Weg über deren sichtbare Nordseite erklommen. Der Berg wird umwandert. Auf den Wiesen können je nach Jahreszeit herrliche Blüten bewundert werden.
Bild 10: |
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Bild 11: Alpen-Küchenschelle |
Bild 12: Trollblume |
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Bild 13: der Ausblick ins Lechtal |
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Bild 14: die Wildebnerspitze (2295m) |
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Bild 16: eine Überlebenskünstlerin im Geröll |
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Die Wildebnerspitze wird an dessen West- und Südseite umwandert. Die Bäume wurden mittlerweile durch Latschenkiefern ersetzt. Die Streckenabschnitte durch das niedrige Gehölz ist nicht angenehm. Die Äste der Latschenkiefern ragen in den Trampelpfad hinein und kratzen unangenehm an den Beinen. Mit Wanderstöcken kann man die widerspenstigen Äste etwas zur Seite biegen. ![]() |
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Bild 17: an der westlichen Basis der Wildebnerspitze |
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Bild 19: der Tiefblick unterhalb der Bergscharte |
Bild 20: der Steig zur Scharte |
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Bild 22: Wildebnerspitze, Lechtal und Allgäuer Alpen |
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Bild 23: die Schau auf der Wildebnerspitze |
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Nach der Besteigung der Wildebnerspitze wenden sich die Gipfelstürmer auf der Bergscharte dem Trampelpfad nach Westen zu. Der Aufstieg erfolgt über den Westgrat der Ruitelspitze. Dessen Nordseite ist steil abschüssig. Der Steig leitet aber mit sicherem Abstand zum Gratrand nach oben.
Bild 24: |
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Bilder 25 und 26: Szenen während des Aufstiegs |
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Mit zunehmender Höhe wird die Umgebung des Gipfelbereichs immer felsiger. Im schotterigen Bereich sind nur selten Farbmarkierungen vorhanden. Der steinige Untergrund benötigt ab und zu etwas Orientierungssinn. Die Wanderer müssen aufpassen, dass sie nicht zu nahe an die nordseitige Gratseite kommen.
Bild 27: |
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Bild 28: ein Blick zurück |
Bild 29: die Schau in Steigrichtung |
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200m vor dem Kulminationspunkt wird das Gelände spürbar flacher und die beiden Gipfel der Ruitelspitze sind zu sehen. Die westliche und damit vordere Ruitelspitze ist das Ziel der Bergwanderung. Der finale Trampelpfad zur Ruitelspitze enthält keine bergtechnischen Schwierigkeiten. Weiterhin verläuft die Route mit sicherem Abstand zur nordseitigen Abrisskante.
Bild 30: |
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Bild 31: die letzten Meter zum Gipfel |
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Nach insgesamt 4¾ Stunden stand ich auf der westlichen Ruitelspitze. Auf der Position 47°15'20"N und 10°26'45"O ziert lediglich ein großer Steinhaufen den Scheitelpunkt der Ruitelspitze. Ein Gipfelkreuz befindet sich auf dem Brudergipfel im Osten. Daher gibt es auf der 2580m hohen Westgipfel auch kein Gipfelbuch. Es ist allerdings auch wenig Platz für ein Gipfelkreuz vorhanden.
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Bild 33: die östliche Ruitelspitze |
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Beim Anblick der östlichen Ruitelspitze verzichtete ich auf die Traverse dorthin. Zu steil und zu brüchig kam mir die Kletterpartie zum Nebengipfel vor. Aber auch auf der Westspitze erhalten die Bergfreunde hervorragende Landschaftspanoramen. Es können schier unzählige Gipfel der Lechtaler und Allgäuer Alpen erfasst werden. In der Tiefe sind die Ortschaften Bach und Elbingenalp zu sehen.
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Bild 35: der Ort Elbingenalp |
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Bild 36: die Lechtaler Alpen im Westen
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Bild 37: die Allgäuer Alpen im Norden |
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Der Rückweg nach Bach folgt zunächst der Aufstiegsroute. Im Geröll der Ruitelspitze muss bergab auf Rutschgefahr geachtet werden. Wer es noch nicht gemacht hat, kann auf dem Rückweg den kurzen Hatscher auf die Wildebnerspitze vornehmen. Die Stelle 47°15'31"N und 10°26'02"O mit der Mure muss wieder mit vorsichtigen Schritten überquert werden. Hier kommt erschwerend hinzu, dass auf der gegenüber liegenden Seite die Fortsetzung des Trampelpfads nicht zu sehen ist. ![]() |
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Bild 38: der Ort Bach |
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An der Koordinate 47°15'44"N und 10°25'21"O befindet sich die Basisstation einer Materialbahn. Hier beginnt eine alternative Route für den weiteren Rückweg. Diese Strecke führt nach Westen über die Jausenstation Wase. Auch auf diesem Wanderweg erhalten die Tourengeher schöne Tiefblicke auf Bach (siehe Bild oben). Durch die neue Streckenführung gelangt man auch näher zum Vorderen Sonnenkogel.
Bild 39: |
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Bild 40: ein Ausschnitt der westlichen Lechtaler Alpen |
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Die alternative Route erfolgt über eine Almstraße. Diese sorgt mit mäßigem Gefälle für ein bequemes Gehen, hat aber den Nachteil, dass sie in vielen weit ausholenden Kehren bergab führt. Mehrere Verzweigungen sind nicht ausgeschildert und benötigen eine Wanderkarte oder einen GPS-Navigator zur Streckenfindung. Nach insgesamt 12,9km erreichte ich die Jausenstation Wase an der Position 47°15'42"N und 10°24'50"O.
Bild 41: |
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Bild 42: die Jausenstation Wase |
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Die Jausenstation Wase ist schön gelegen und lädt zur Rast ein. ein angelegter Tümpel erfreut die Herzen der Frösche. 600m nördlich der Jausenstation treffen die Wanderer an der Stelle 47°15'50"N und 10°24'52"O wieder auf die bekannte Aufstiegsroute. Dieser folgt man für die restlichen 2km hinunter nach Bach. Nach langen 8¾ Stunden endet die Bergtour wieder am abgestellten Wagen in Bach.
Bild 43: |
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Wer noch genügend Zeit zur Verfügung hat, kann nach der Bergtour
die sehenswerte Parrkirche in
Bach besichtigen. Das Gotteshaus befindet sich nahe der Lech. Sie
ist "Unserer Lieben Frau Mariä Reinigung" gewidmet und
hat eine hübsche Ausstattung mit schönen Wandmalereien. ![]() |
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Bilder 44 und 45: die Kirche "Unserer Lieben Frau Mariä Reinigung" |
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Die Kirche wurde 1668 als Kapelle zum ersten mal schriftlich erwähnt. Zwischen 1790 und 1792 wurde der heutige Bau errichtet. Der Turm entstand allerdings erst im Jahr 1807. Nach einem Erdbeben wurde das Gotteshaus 1865 ausgebessert. Der Hochaltar stammt aus dem Jahr 1792. Neben dem Hauptaltar gibt es noch zwei Nebenaltare.
Bild 46: |
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Bild 47: der Hochaltar mit den beiden Nebenaltaren |
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Bild 48: der Hochaltar mit Deckengemälde |
Bild 49: ein Nebenaltar |
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Bild 50: die Empore mit Orgel |
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Bild 51: das zentrale Deckengemälde |